Wie Viele Zahlen Gibt Es Beim Roulette



Dreh dich um, dreh dich weiter – wo bleibt die Kugel? Wer zum ersten Mal an einem Roulette-Tisch steht, stellt oft verwundert fest: Die Zahlenanordnung wirkt chaotisch, und die Frage nach der Gesamtanzahl ist nicht so offensichtlich, wie man denkt. Die kurze Antwort lautet: Es kommt auf die Version an. In europäischen Casinos sind es 37 Zahlen, in amerikanischen Varianten 38. Diese scheinbar kleine Differenz hat massive Auswirkungen auf deine Gewinnchancen. Wer sein Geld nicht zum Fenster hinauswerfen möchte, sollte den Unterschied genau kennen, bevor der Croupier „Rien ne va plus“ ansagt.

Der Aufbau des Roulette-Kessels: 37 vs. 38 Zahlen

Wenn du in einem der vielen Online Casinos für deutsche Spieler spielst oder ein traditionelles Casino in Baden-Baden besuchst, wirst du fast immer auf den europäischen Standard treffen. Hier zählt der Kessel 37 Taschen: Die Zahlen 1 bis 36 sowie die grüne Null. Die Null ist hier der entscheidende Faktor – sie ist das, was dem Casino seinen mathematischen Vorteil sichert (der sogenannte Hausvorteil), da sie weder zu den Roten noch zu den Schwarzen gehört.

Ganz anders sieht es in Las Vegas aus oder bei speziellen Tischen, die das amerikanische System nutzen. Hier kommt eine zweite grüne Tasche hinzu: Die Doppel-Null (Double Zero). Das erhöht die Gesamtzahl der Felder auf 38. Das klingt nach einer marginalen Änderung, ist aber ein gewaltiger Unterschied für deinen Geldbeutel. Der Hausvorteil verdoppelt sich fast.

Warum die Anordnung scheinbar chaotisch ist

Es gibt einen Grund, warum die Zahlen nicht der Reihe nach 1, 2, 3 im Kessel angeordnet sind. Diese Anordnung wurde historisch so gewählt, dass Rot und Schwarz, Hoch und Niedrig sowie Gerade und Ungerade so gleichmäßig wie möglich verteilt sind. Das verhindert Vorhersagbarkeit durch Kesseldefekte (wobei es berühmte Fälle gab, in denen genau danach gesucht wurde). Für dich als Spieler bleibt es ein reines Glücksspiel.

Die Null: Der entscheidende Unterschied für deine Gewinnchancen

Warum machen Casinos das? Die Null ist nicht einfach nur eine weitere Zahl. Sie ist der Schlüssel zum Hausvorteil. Setzt du auf eine „einfache Chance“ wie Rot oder Schwarz, Gewinnchancen 1:1, gewinnst du im Normalfall deinen Einsatz. Fällt aber die Null, verlieren alle einfachen Wetten – es sei denn, es gibt spezielle Regeln, auf die wir gleich eingehen.

Schauen wir uns die Mathematik an:

  • Europäisches Roulette (37 Zahlen): Der Hausvorteil liegt bei 2,7% (1 geteilt durch 37). Das ist fair für ein Glücksspiel.
  • Amerikanisches Roulette (38 Zahlen): Der Hausvorteil steigt auf 5,26% (2 geteilt durch 38). Das ist fast doppelt so teuer für dich.

Fazit: Wenn du die Wahl hast, meide den amerikanischen Kessel mit der Doppel-Null. In Deutschland und Europa ist dies ohnehin der Standard, aber bei Online-Anbietern wie Vulkan Vegas oder Energy Casino solltest du bei der Tischauswahl kurz prüfen, welche Variante angeboten wird.

Spezielle Regeln bei der Null: La Partage und En Prison

Es gibt ein paar Regeln, die den Nachteil der Null etwas abmildern können. Diese sind besonders in französischen Casinos und bei vielen Online-Plattformen wie Mr Green oder LeoVegas verfügbar, die den europäischen Markt bedienen.

La Partage: Fällt die Null und du hast auf eine einfache Chance gesetzt, bekommst du die Hälfte deines Einsatzes zurück. Der Croupier teilt den Einsatz (partage). Das senkt den Hausvorteil bei einfachen Chancen auf effektive 1,35%.

En Prison: Hier bleibt dein Einsatz bei einer Null „im Gefängnis“ (en prison). Er wird für die nächste Runde gesperrt. Gewinnst du dann, bekommst du deinen Einsatz zurück (aber keinen Gewinn). Verlierst du oder fällt erneut die Null, ist der Einsatz weg. Auch diese Regel halbiert den Vorteil bei einfachen Chancen.

Sucht man nach Tischen mit diesen Regeln, lohnt sich oft ein Blick in Live-Casino-Lobbys. Anbieter wie 22Bet oder National Casino bieten häufig französische Varianten an, die diese vorteilhaften Regeln beinhalten.

Setzmöglichkeiten und Auszahlungsquoten verstehen

Neben der Frage „wie viele Zahlen gibt es“, ist das Verständnis der Wettoptionen entscheidend. Die Auszahlungsquote hängt direkt von der Wahrscheinlichkeit ab, dass die Kugel in einem bestimmten Feld landet.

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WetteBedeutungAuszahlungWahrscheinlichkeit (EU)
Plein (Zahl)Eine einzelne Zahl35:12,70%
ChevalZwei Zahlen17:15,41%
Transversale PleineDrei Zahlen11:18,11%
CarréVier Zahlen8:110,81%
Six LineSechs Zahlen5:116,22%
Farbe / GeradeEinfache Chance1:148,65%

Wie du siehst, ist die Wahrscheinlichkeit, eine einzelne Zahl zu treffen, mit 2,7% sehr gering, aber der Gewinn ist mit dem 35-fachen Einsatz sehr hoch. Bei den einfachen Chancen (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, Manque/Passe) gewinnst du fast jedes zweite Mal, bekommst aber nur deinen Einsatz als Gewinn obendrauf.

Die Taktik der Kugel: Gibt es Systeme?

Viele Spieler versuchen, mit Systemen wie dem Martingale (Verdoppeln nach Verlust) das Spiel zu schlagen. Das Problem: Die Null macht jeden Strich durch die Rechnung. Bei 37 Zahlen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Rot fällt, nicht 50%, sondern 18 von 37. Dieser kleine Unterschied führt langfristig dazu, dass progressive Setzstrategien in den Ruin treiben können. Setze dir ein Limit und spiele für den Unterhaltungswert, nicht für den Lebensunterhalt.

Online Roulette in Deutschland: Was du beachten musst

Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 hat sich die Lage für Spieler in Deutschland verändert. Legal lizenzierte Anbieter unterliegen strengen Regeln der GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder). Das betrifft auch Limits und Spielgeschwindigkeit. In legalen Online-Casinos mit deutscher Lizenz gibt es oft ein 1€-Max-Einsatzlimit pro Dreh und Autoplay ist deaktiviert.

Wer diese Einschränkungen umgehen möchte, spielt häufig in Casinos mit EU-Lizenz, die deutsche Spieler akzeptieren. Beliebte Zahlungswege dorthin sind Trustly, Klarna oder Kryptowährungen wie Bitcoin und Litecoin. Der Vorteil: Die vollen Tischlimits und klassischen Spielgeschwindigkeiten bleiben erhalten. Egal für welchen Weg du dich entscheidest, die mathematischen Grundlagen – die 37 Zahlen im Kessel – bleiben immer gleich.

FAQ

Warum gibt es beim Roulette eine grüne Null?

Die grüne Null existiert, um dem Casino einen mathematischen Vorteil zu verschaffen. Ohne die Null wären bei Wetten auf Rot/Schwarz die Gewinnchancen exakt 50%, und das Casino würde langfristig keinen Profit machen. Die Null macht aus einem fairen Münzwurf ein Glücksspiel mit Hausvorteil.

Ist amerikanisches Roulette schlechter als europäisches?

Ja, für den Spieler ist es mathematisch nachteiliger. Durch die Doppel-Null steigt die Anzahl der Zahlen von 37 auf 38. Das erhöht den Hausvorteil von 2,7% auf 5,26%. Wer lange spielen möchte, hat beim europäischen oder französischen Roulette deutlich mehr von seinem Geld.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, beim Roulette eine Zahl zu treffen?

Die Wahrscheinlichkeit, eine einzelne Zahl (Plein) zu treffen, liegt beim europäischen Roulette bei 1 zu 37, also etwa 2,7%. Bei einer Auszahlungsquote von 35:1 bleibt das Casino langfristig im Vorteil, da die Auszahlung geringer ist als das wahre Risiko.

Kann man die Null beim Roulette setzen?

Ja, du kannst direkt auf die Null setzen. Die Auszahlung erfolgt dann wie bei jeder anderen Einzelzahl mit 35:1. Das ist risikoreich, kann aber ein spannender „Glücksgriff“ sein, besonders da die Kugel auf der Null öfter fällt, als man denkt (statistisch gesehen einmal in 37 Runden).